Auf Tour in der Natur
- Kathrin

- 19. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Fernab vom Alltag in der Lausitz
Im September geht’s für uns eine Woche ins UNESCO Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Von der Südheide in die Lausitz ist es gar nicht weit, so gehen wir die Reise ganz gemütlich an.
Am Bärwalder See haben wir eine richtig tolle Unterkunft gefunden. Wir fühlen uns von der ersten Minute an wohl und freuen uns auf eine entspannte Woche – egal wie das Wetter wird.

Abendstimmung am Bärwalder See. In der Zwischensaison ist hier nicht viel los – wir genießen die Ruhe sehr.
Das Wetter ist tatsächlich sehr durchwachsen, aber so lange es trocken ist, sind wir draußen und erkunden die Teichgebiete.
Da wir gern mehr über die Region erfahren wollen und gespannt sind, wo welche Wildtiersichtungen möglich sind, treffen wir uns zu Beginn der Woche mit einem bekannten Naturführer und -fotografen aus der Lausitz. Wir verbringen einen sehr schönen Tag zusammen und streifen von früh bis spät durch die Natur. Dabei merken wir schnell, dass es viel mehr zu entdecken gibt als wir die Tage vor Ort Zeit haben.
Gut, dass der Weg in die Lausitz nicht allzu weit ist ;-)


In der Lausitz lohnt es sich auch, die Kamera immer griffbereit zu haben. Gerade jetzt im Herbst sind viele Kraniche unterwegs und die besten „Shots“ ergeben sich oft aus dem Auto heraus.
Teichgebiet Kreba-Neudorf
Das Teichgebiet bei Kreba-Neudorf ist nicht weit vom Bärwalder See entfernt. So sind wir gleich zweimal in der Woche dort und schleichen um die Teiche. Neben unzähligen Enten und Gänsen, Schwänen sowie Grau- und Silberreihern, beobachten wir dort in erster Linie Seeadler. Aber auch Fischadler und Rotmilane sind unter den Greifvögeln.


Im angrenzenden Waldgebiet finden wir übrigens einen frischen gemeinen Schwefelporling, auch „Chicken of the Woods“ genannt. Obwohl wir keine erfahrenen Pilzsammler sind, ist der Fund eindeutig. Wir nehmen ein paar Stücke mit und sind begeistert: der Pilz ist super lecker!
Teichgebiet Königswartha
Höckerschwäne sehen wir an den Teichen in der Lausitz fast überall, bei Königswartha aber sind gerade viele Singschwäne unterwegs. Leider sind sie nicht so neugierig wie die Höckerschwäne, aber ein paar (hübsche) Aufnahmen gelingen mir trotzdem.





Natürlich habe ich auch die Höckerschwäne fotografiert ;-)

Manchmal sind es aber auch die kleinen Dinge, die zu großen Motiven werden – so wie dieser Wasserläufer.
Teichgebiet Haus der tausend Teiche
Nicht weit vom Haus der tausend Teiche haben wir ein ganz besonderes Erlebnis. Am Abend sitzen wir zum Sonnenuntergang lange auf einem Steg und beobachten das Treiben der Enten und Gänse, als wir auf einmal einen Eisvogel entdecken, der direkt auf uns zugeflogen kommt, um uns herum und wieder wegfliegt. Und das gleich mehrfach.
Eine Aufnahme gibt es davon nicht, dafür aber ein paar Eindrücke des Tages.





Teichgebiet Naturschutzzentrum Schloss Niederspree
Am letzten Tag unserer Reise ist es so schön sonnig, dass wir bis zum letzten Lichtschein an den Teichen rund um das Naturschutzzentrum Schloss Niederspree unterwegs sind.
Die Chance, Rotwild und/oder Wölfe zu sehen, ist hier am größten. Ein anderer Fotograf erzählt sogar, dass die Wölfe nur eine Woche zuvor jeden Nachmittag das Rotwild aus dem Schilf getrieben hätten und zeigt mir beeindruckende Aufnahmen davon. Doch obwohl wir Zeit mitgebracht haben, haben wir Pech. Und uns zu den anderen Fotografen zu setzen, die uns schon aus der Ferne „feindselig“ beäugen, weil wir ja das Wild verscheuchen könnten, haben wir keine Lust.
Wir genießen die Natur, suchen die ruhigen und idyllischen Ecken und freuen uns über unzählige Wasservögel.




Bei unserer Erkundungstour Anfang der Woche habe ich hier meinen ersten Eisvogel gesehen und fotografiert. Ich hatte gehofft, ihn noch einmal zu sehen, aber der Vogel ist sehr scheu – ich habe leider kein Glück.
Mein erster Eisvogel.
Fazit
Ich bin ehrlich, unser erster Eindruck war, in vier Stunden Autofahrt eine Zeitreise 40 Jahre zurück gemacht zu haben. Aber je länger wir in der Lausitz unterwegs sind, sehen wir, wieviel in all den Jahren gemacht wurde und entdecken mehr und mehr richtig schöne Ecken – mit viel Natur und wenig Menschen.
Und mit unserer Unterkunft am Bärwalder See haben wir einen tollen Ausgangspunkt für weitere Abenteuer gefunden.



























































